Wir leben noch 🙈

Ganz schön still ist es hier gerade. Das liegt leider an unserem turbulenten Leben als laufende Mütter. Bald steht nicht nur der Saisonabschluss in Pisa an, sondern eben auch Weihnachten. Und wie jedes Jahr stellen wir uns die Frage, wie bekommen wir alles unter einen Hut?!

Ganz neben bei haben Yvi und ich vor kurzem neue herausfordernde Jobs angenommen und auch Sani wagt in ein paar Tagen etwas Neues.

Läuferisch können wir uns nicht beklagen. Es läuft gut. Unser Trainer hat uns gut im Griff 😊

Ein paar Sachen gilt es nun aufzuarbeiten. Zum Beispiel unser Mädel Laufwochenende in Amsterdam. Seid also gespannt!

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Alternativtraining- nicht nur Laufen ist gut…

Das Jahr 2018 war gerade mal vier Tage alt als uns die Nachricht von Sandra aus dem Krankenwagen ereilte, dass sie soeben von einem Auto angefahren wurde. Der Schock saß tief bei ihr und bei uns, noch dazu, weil es ihr beim Laufen passiert ist. Neben dem Schreck gab es anschließend 3 lauffreie Wochen für unsere Sandra.

Auch Malin schlägt sich aktuell mit Problemen an der Hüfte herum, die sie vom Laufen abhalten. Physio und Arztbesuche wechseln sich ab mit der Hoffnung auf baldige Besserung der Befindlichkeit. Und auch mein Fuß bremst mich und meine Marathonvorbereitung ein wenig aus.

Der erste Schritt ist bei Läufern meist noch: Schmerz ignorieren und am besten rauslaufen. Vieles geht auch einfach wieder weg. Wenn man dann mal wieder in größerer Runde unterwegs ist, hört man jedoch von vielen, womit sie sich so rumplagen- Schulter- und Knieschmerzen, entzündete Sehnen oder steifer Nacken. Und ein Satz fällt häufig: „Ich sollte eigentlich mal zum Arzt gehen!“. Wir Läufer neigen aber dazu, diesen letzten Schritt solange wie möglich hinaus zu zögern. Klar, wir alle kennen diese Tage, wenn wir nicht laufen können. Arbeit und Privatleben sind da häufiger die Ursache als ein Knieleiden. Nur hier reden wir eben von wenigen Tagen. Sind unsere Schmerzen aber so schlimm, dass wir doch einen Arzt aufsuchen (würden), reden wir eher von Ausfällen im Wochenbereich. Und es gibt ja immer einen Wettkampf auf den wir uns vorbereiten.

Aber wenn alles nichts nützt, ist ein alternatives Training doch der beste Weg um die Fitness (gefühlt) nicht komplett zu verlieren. Anstelle von Laufen bietet sich das Radfahren an. Schnelle Intervalle kann man in der Umgebung von Berlin auch fahren- hat mir zumindest ein bekannter Radfahrer erzählt. Das brennt auch in den Oberschenkeln und danach darf man dann trotzdem ein Nutellabrot essen. Aber im Ernst: Radfahren stellt für viele Läufer die erste Alternative dar, wenn es darum geht, die Form zu behalten. Einige nehmen bewusst das Rad zum Ausgleich. Und wer weiß, ob dann nicht der erste Schritt in Richtung des ersten Triathlons getan ist…

… denn kurz nach dem Radfahren scheinen die meisten Läufer zu schwimmen. In ein Becken bekommt man mich nur unter Zwang und Androhung von Laufentzug 🙂 Aber viele nutzen die positiven Effekte des Schwimmens. Der gesamte Körper wird trainiert, die Muskeln von Schwimmern sind schlank und ästhetisch und leicht fühlt man sich dabei auch noch.

Ich persönlich fühle mich auf einer Matte besonders wohl. Yoga ist meine zweite Leidenschaft und die Nebeneffekte für die verkürzten Läufermuskeln sind nicht von der Hand zu weisen. Eine Yogarunde ersetzt gerne mal die 10 (manchmal sehr schmerzhaften) Minuten auf der Blackroll. Beweglichkeit und Entspannung sind weitere Argumente sich öfter mal auf die Matte zu begeben. Ans Herz legen können wir Runningmoms euch da die Videos von Mady Morrison. Diese findet ihr in großer Zahl auf YouTube, super erklärt und toll zum Mitmachen.

Und ja, auch wenn ich es selbst nicht gerne höre, aber zum Laufen gehört auch Krafttraining. Wer schon mal einen Marathon gelaufen ist und sich 12 Kilometer- leider immer die letzten- mit Schmerzen im unteren Rücken rumgeschlagen hat, der weiß spätestens seitdem, dass man eben nicht nur laufen sollte, um Bestzeiten zu laufen. Krafttraining ist essentiell, unsere Sandra ist da das beste Beispiel. Lange Zeit war sie sehr aktiv beim Cross Fit und rannte in dieser Zeit ihre damalige Bestzeit im Marathon mit weniger Lauf- als Krafttraining. Wie ihr das Krafttraining gestaltet, ist Geschmackssache. Malin nutzt Apps wie Freeletics oder Ghetto Workout, ich stemme lieber die Gewichte im Fitnessstudio bei einem Kurs.

Alternativtraining sollte also nicht erst interessant sein, wenn ihr nicht mehr laufen könnt, sondern ein regelmäßiger Teil eurer Routine sein oder es zumindest werden. Es reicht, wenn ihr eine Laufeinheit pro Woche ersetzt. Die Möglichkeiten sind vielfältig, wichtig ist nur, dass ihr neue Reize setzt und dem Körper auch mal eine Pause vom Laufen gebt. Wenn nicht alleine, dann schnappt euch euren Partner, eine Freundin oder einen Freund und legt los. Spaß werdet ihr sicher haben und eurer Körper wird es euch danken- nicht erst beim nächsten Marathon.

Alternative für uns: Yoga- hier beim Wanderlust- Event mit Mady Morrison

Yoga verlegen wir gerne nach draußen an die frische Luft.

Bonjour Paris

Heute vor einer Woche standen wir im Startblock, um beim Paris Halbmarathon anzutreten. Natürlich möchten wir euch daran teilhaben lassen, wie wir die Tage dort erlebt haben…

Paris meint es offensichtlich gut mit uns: Bereits im letzten Jahr haben Sani und Yvi Startplätze für einen Lauf durch Paris gewonnen. Und auch dieses Jahr war uns das Glück hold. Das Video, das wir dafür erstellt haben, findet ihr in den Beiträgen auf unserem Instagram- Account.

Dieses Mal ging es also für Malin, Constanze, Yvi und einer gemeinsamen Freundin nach Paris.

Bevor es los ging, gab es noch Aufregung. In Paris muss man für Läufe mit Zeitmessung ein ärztliches Zertifikat vorlegen, dass man an Laufveranstaltungen teilnehmen darf. Erste Anfragen bei Ärzten sprachen von EKG und aufwendigen Untersuchungen. Die Zeit und das Geld wollte jetzt niemand wirklich investieren. Aber zum Glück hatten wir Hilfe von der Adidas-Runbase, die um diese Problematik weiß. Topärzte beurteilten unseren Leistungszustand kostenfrei und der Reise nach Paris stand nichts mehr im Wege.

Wir landeten an unterschiedlichen Tagen in Paris, auch der Flixbus kam zum Einsatz. Vereint trafen wir uns das erste Mal Samstag auf der Messe zur Startnummernausgabe. Sagenhafte 45.000 Läuferinnen und Läufer würden an dem Halbmarathon teilnehmen- und wir vier mittendrin. Zum Vergleich: Beim Berlin Marathon laufen 43.000 Teilnehmer.

Eine super Organisation prägte die Startnummernausgabe. Keine Gedränge, alle waren äußerst entspannt. Nach knapp 10 Minuten auf der Messe hielten wir unserer Startnummern in den Händen.

Anschließend bezogen wir unser Zimmer für die nächsten zwei Nächte, Hostelleben ist für uns ja nicht unbekannt. Nur die Tatsache, dass es keine Handtücher gab, fanden wir sehr befremdlich und stellte uns vor die Herausforderung, kurz vor Ladenschluss noch welche aufzutreiben. Denn im Gepäck hatten wir die eher vernachlässigt. Ein Sprint am Abend vertreibt bekanntlich Kummer und Sorgen und so flitzten wir noch zum bekanntesten französischen Sportartikelkaufhaus, fanden mit Charme noch Einlass in den bereits geschlossenen Teil und freuten uns 19:58 Uhr über neue Handtücher. Den Rest des Abends verbrachten wir mit der Planung des nächsten Morgen.

Aufgrund unserer avisierten Zielzeiten starteten wir alle zu unterschiedlichen Zeiten. Das und die Tatsache, dass es seit den frühen Morgenstunden regnete, verdarb uns ein wenig die Laune.

30 Minuten vor Startschuss gingen wir jeweils in die Startblöcke. Der Regen fiel unaufhaltsam und kühlte Haut und Knochen aus. Der Start war dann eher anstrengend für jede von uns. Die Muskeln und Knochen steif von der Kälte, versuchten wir irgendwie in den Lauf zu kommen. Das gelang jeder anders. Wir rannten allein gegen unseren Willen, auf einer Strecke, die leider auch keine wirklichen Highlights bot, um sich abzulenken. Die Besucher an der Strecke taten ihr Bestes, aber viele waren wohl doch lieber im Bett geblieben bei dem Wetter. Der Lauf steht anscheinend nicht unter einem guten Stern. Schon im letzten Jahr berichtete man uns von Regenschauern und nassen Füßen.

Nichtsdestotrotz zogen wir alle durch, anders als rund 10.000 gemeldete Teilnehmer, die nicht antraten oder das Ziel nicht erreichten. Vom Regen abgesehen, war der Lauf super organisiert, Verpflegung und Kleiderabgabe, sowie – Abholung liefen ohne lange Wartezeiten.

Drei persönliche neue Bestzeiten konnten wir mit nach Hause nehmen. Und das trotz einer anspruchsvollen Strecke. Man sollte nie unterschätzen, dass Paris recht hügelig ist und die eine oder andere herausfordernde Steigung auf die Läufer wartet.

Nach dem Lauf liefen wir am Ende nochmal die gleiche Strecke, um uns Paris anzuschauen. Es ist immer eine Reise wert. Wir werden also wieder kommen… den Marathon ist dort ja noch keine von uns gelaufen…

Der Lauf der Dinge…

Es war einmal ein Läufer, der zog seine alten Treter, seine ausgeleierte Baumwoll-Jogginghose und den XXL Sweater an und drehte seine Runde ganz unbedacht. Irgendwann nahm er einen Walkman mit. Kennt ihr das Teil? Eine Kassette mit Musik, gern selbst unprofessionell vom Radio aufgenommen, kommt da herein.

Unvorstellbar heute! Hightech Funktionskleidung, Smartphone und GPS Laufuhr begleiten uns. Ein Lauf ohne undenkbar. Ich gestehe, auch ich bin ein Auswertungsopfer und zeichne jeden Lauf aus, um ihn hinterher zu analysieren. Ob das gut oder schlecht ist? Es gehört einfach dazu und erleichtert die Trainingsplanung.

Ich nutze mittlerweile seit einem guten Jahr die Garmin Forerunner 735xt. Das ausschlaggebende Argument von meiner Polar zu wechseln, war die Handgelenksmessung. Sie funktioniert im Grunde prima, nur Kälte mag sie gar nicht. Dann ist die Messung nicht korrekt, die Pulswerte viel zu hoch. Da ich aber nach Puls trainiere, bin ich auf eine korrekte Auswertung angewiesen. Nun laufe ich derzeit wieder mit Brustgurt. Das hat zumindest den Vorteil, noch viel mehr Auswertungsmöglichkeiten wie zb. Bodenkontaktzeit und Schrittfrequenz zu haben.

Die Uhr kann natürlich ziemlich viel. Ich vermute, ich laste sie nur zu einem Bruchteil aus. Neben einem Fitnesstracker (Bewege ich mich nur beim Training oder auch im Alltag?) und der Schlafanalyse (Ausreichend Schlaf ist entscheidend für die richtige Regeneration!) ist sie für mich meine Trainingsunterstützung.

Ich erhalte sonntags von meinem Trainer meinen Plan für die Woche und plane sie dann in der App oder am Laptop. Danach kann ich Einheiten ganz einfach auf meine Uhr übertragen. Zum Trainingsbeginn dann einfach die gewünschte Einheit starten und los geht’s. Ich kann mich voll konzentrieren und muss z.B. bei Intervallen keine Runden zählen. Das GPS ist immer schnell gefunden und sehr genau in Strecke und Pace. Komme ich außerhalb meines gewünschten Trainingsbereiches gibt mir die Uhr ein Signal. Ebenso wenn ein neuer Trainingsabschnitt folgt.

Nach dem Lauf kann ich nach der Synchronisation mit der App meinen Leistungszustand während des Trainings und den Erholungsratgeber nutzen. Die Angaben spiegeln nicht immer mein Gefühl wieder und sind meines Erachtens, genauso wie die Lauf-Prognose, mit Vorsicht zu betrachten. Bei letzterem suggeriert mir die Uhr neue Traumbestzeiten. Na gut, träumen soll ja erlaubt sein, oder?

Demnächst stellen wir euch noch die neue Garmin Fenix vor. Seid Ihr auch gespannt, was sie so alles kann?

Ich habe keine Zeit…

Mindestens einmal in der Woche schauen mich meine Kollegen beim Verlassen des Büros sonderbar an. Verständlich, denn statt Pumps und Kleid trage ich plötzlich Tights und Laufschuhe. Auf die nachvollziehbare Frage folgt dann die Antwort: „Ja, ich laufe jetzt nach Hause.“ Regelmäßig, mindestens einmal in der Woche, schaue ich dann in viele immer größer werdende Augenpaare. Ich verbinde hier einfach das Angenehme mit dem Nützlichen. Nach Hause müssen wir eh alle. Besser als mich in überfüllte S- Bahnen zu quetschen, finde ich die Alternative einen 12 K- Lauf zu absolvieren. Im besten Fall kann ich mich dann nach der Dusche auf die Couch legen und den Feierabend genießen.

Natürlich sind wir Läufer ein seltsames Völkchen für alle Außenstehenden. Wir rennen 42 K und haben Spaß dabei… Wer uns beim Fachsimpeln zuhört, legt die Ohren an. Es klingt wahrscheinlich für sie genauso wie für uns eine Fachtagung zum Thema Flugzeugmechanik. Und: Wir laufen zu den komischsten Tages- und Nachtzeiten. Unsere Wecker, meiner im Übrigen auch regelmäßig, klingelt gerne mal morgens (nachts?) um 4:15 Uhr, damit ich vor der Arbeit noch einen Lauf absolvieren kann. Uns halten Kälte und Dunkelheit eben nicht ab, schon gar nicht im Marathontraining.

Die Frage nach der Motivation habe ich schon tausende Male beantwortet. Für viele von uns stellt sich ja nicht die Frage, ob wir laufen, sondern nur wann. Das gute Gefühl etwas für sich getan zu haben, kann dir keiner mehr nehmen.

Und ganz ehrlich: Was bleibt uns als laufenden Müttern auch anderes übrig, als in aller Herrgottsfrühe oder zu später Stunde laufen zu gehen? Die Zeit mit den Kids ist im Alltag eh schon knapp: Zwischen 40 h- Woche, Schule, Haushalt und allen sonstigen täglichen Katastrophen, sind die Stunden, die wir für uns haben, häufig an einer Hand abzuzählen. Da wird jede freie Minute genutzt.

Was ich damit sagen will: Die Ausrede, dass wir keine Zeit für Sport im Allgemeinen und fürs Laufen insbesondere haben, gilt nicht. Den Wecker 30 Minuten früher stellen, Wege laufend zurück legen, die man eh gehen muss. Das sind nur zwei Beispiele von vielen. Springt also über euren Schatten und probiert es aus. Irgendwann kannst du nicht mehr anders, da fällt auch das frühe Aufstehen nicht mehr schwer.

Und was gibt es besseres als in Berlin- City sonntags morgens um sechs einer Horde feiernder Betrunkener in die Arme zu laufen und in immer größer werdende Augenpaare zu schauen 🙂 Und zu wissen, dass man den Kater nicht haben wird…

Laufen geht immer- vor allem am Sonntagmorgen

Jahresrückblick 2017

Überall kann man sie jetzt lesen und sehen… Jahresrückblicke. So ganz können wir uns dem auch nicht verwehren. Es bietet die Möglichkeit auf das zurück zu schauen, was wir geleistet haben. Aber natürlich auch Dinge, die wir nicht beeinflussen können, aber sie erleben und aus ihnen lernen müssen und auch dürfen.

Ich fand es sehr bezeichnend, dass Sani beim Neujahrslauf hinter uns her lief. So verlief im großen und ganzen Ihr Laufjahr. Nicht weil sie langsamer war als wir, sondern durch innere und äußere Einflüsse. Eisenmangel, Zeitmangel und oft auch ein ihr in die Quere gestelltes eigenes Ich. Aber unsere Sani wäre nicht unsere Sani, wenn sie durch eine ihr übertragene Aufgabe sich selbst und alle anderen austrickste und beim Berlin Marathon endlich die 4 Stunden Marke ganz easy knackte. Trickse uns weiter aus, da steckt soviel in dir 😘

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e Yvi ist nach einem schweren Jahr in 2016 wieder richtig durchgestartet. Eisen und manchmal auch den Magen im Griff konnte sie ihre Halbmarathon und Marathon Bestzeit locker unterbieten. Neuerdings geht Yvi fleißig ins Fitnessstudio. Die richtige Balance zu finden ist nicht immer leicht, aber Yvi rockt Kind, Job und Sport locker und entspannt. 💪

Manchmal wird der Sport auch nebensächlich. Dann liegt der Fokus ganz auf einen selbst und die Gesundheit. Die ist unser höchstes Gut. Nicole hat in diesem Jahr Kraft aus Yoga und Meditation gewonnen. Und ich bin mir sicher, dass sie kraftvoll ins neue Jahr rutschen wird. Namaste 🙏

Gemeinsam sind wir gelaufen, haben wir gekocht und gegessen. Erlebnisse auf die ich gerne zurück schaue. Dem größten Halbmarathon der Welt in Göteborg, dem kleinen feinen Frostwiesenlauf und natürlich die Berliner Events …. Halbmarathon, City Night und Marathon.

Ich blicke zurück auf ein ereignisreiches Laufjahr mit vielen – teils unerwarteten – Bestzeiten und blicke noch mit viel mehr Vorfreude auf das neue Jahr. Endlich mit einem Trainer an meiner Seite , aber noch viel wichtiger: mit meiner Familie und meinen bezaubernden Runningmoms 😘

Dankbarkeit

Schaue ich in die Timeline diverser Social Media Accounts, in den Briefkasten oder in die Zeitung… Überall begegnet mir ein Thema: Dankbarkeit!

Weihnachten und die Jahreswende wird meist zum Anlass genommen, inne zu halten und Danke zu sagen, für alles was wir haben. Am Ende ist das auch eine Menge: Wir gehen einer geregelten Arbeit nach, wir können in den Urlaub fahren, haben tolle Familien und Freunde.

In einer Sache unterscheiden wir Läufer uns allerdings von der nicht laufenden Bevölkerung: Die Dankbarkeit kommt bei uns nicht erst zu Weihnachten, sondern immer pünktlich mit jeder Erkältung und sonstigen Einschränkung, die uns am Ausüben unseres Sports hindert.

Wenn ich mich nach vier bis fünf Tagen ohne Sport wie eine kleine dicke Robbe fühle, gefühlt nach drei großen Treppen keine Luft mehr bekomme, dann ist es wieder an der Zeit „Danke“ zu sagen, dafür was wir alles leisten können, ohne dass unser Körper darüber meckert und murrt. Die höchste Strafe ist dabei lediglich ein Muskelkater, aber der hält mich nicht unbedingt vom Laufen ab. Eine Erkältung oder eine Verletzung stellt mich da vor ganz andere Herausforderungen.

Jeden Abend geht man mit der Hoffnung auf die magische Über- Nacht- Wunder- Heilung ins Bett, nur um am nächsten Morgen festzustellen, dass es eher schlechter als besser geht. Ich esse dann immer ganz viele Dinge mit vielen Vitaminen, trinke Tee in rauen Mengen und verschiebe im Gedanken mehrmals täglich den Zeitpunkt, wann ich das nächste Mal meine Laufschuhe schnüre. Nach circa vier Tagen stellt sich dann eine Art Akzeptanz für den aktuellen Zustand ein und meist bin ich dann schon auf dem Weg der Besserung. Über die fehlenden Kilometer für die Monatsbilanz ärgere ich mich trotzdem.

Ich laufe mittlerweile seit fast 10 Jahren regelmäßig und bin bisher zum Glück (klopft auf Holz) von schwereren Verletzungen verschont geblieben. 2010 hat mich eine Schleimbeutelentzündung mal für sechs Wochen entschärft, 2016 ging es mir längere Zeit nicht gut, aufgrund einer Eisenmangelanämie, die ich aber mittlerweile- wie auch eine weitere Mitstreiterin- gut in den Griff bekommen habe. Dennoch höre ich um mich rum immer wieder von Ermüdungsbrüchen, verstauchten Knöcheln und schmerzenden Knien. Die Liste ist beliebig erweiterbar und schlimmer geht ja immer.

Was folgt daraus? Lasst uns vor allem dankbar sein, dafür, dass wir gesund sind, unserer Leidenschaft nachgehen können. Dankt hin und wieder auch eurem Körper, dass er zu solch großartigen Leistungen fähig ist. Ein Marathon ist eine überwältigende Leistung und Schwerstarbeit für unseren Körper. Genießt die Weihnachtsplätzchen und den Gänsebraten- und nein, es passiert euch nichts, wenn ihr mal zwei Portionen esst 🙂

Habt alle eine besinnliche Weihnachtszeit, verbringt sie hoffentlich mit den Menschen, die ihr liebt und gerne habt. Kommt gut rein ins neue Jahr und bleibt vor allem eines: Gesund!

Eure Runningmoms

Constanze, Nicole, Malin, Sandra und Yvonne

Laufend in die Vorweihnachtszeit

Wir haben es Mitte November, die Tage sind kalt, kurz und grau, die Nächte lang und dunkel. Für viele beginnt jetzt dennoch die hecktischte Zeit des Jahres. Wir Runningmoms wissen wovon wir reden: Die Kids äußern jede Woche einen neuen Weihnachtswunsch, bei jedem Familientreffen werden einem die Daten für die gefühlt 20 Weihnachtsessen an den 3 (!) Weihnachtstagen mitgeteilt. Zwischen all dem ersten Geschenke besorgen und organisieren, gehen wir noch arbeiten und laufen wollen wir auch noch. Denn eines steht fest: Der Frühjahrsmarathon steht sicher auf unserer Liste. Wohin es geht, wissen wir noch nicht, aber die Vorbereitungen haben längst begonnen…

Warum schreiben wir diese Zeilen? Wir wollen uns nicht beklagen, denn wir lieben unser Mama- Dasein- mit allen Irrungen und Wirrungen, mit allem Kindersitter- Organisieren und ja, auch das Weihnachtsfest vorbereiten.

Schlimm dabei ist nur, dass es irgendwie jedes Jahr früher los geht damit. Gedanklich bin ich derzeit noch im Herbst, während andere schon den inneren Weihnachtsbaum aufgestellt haben. Ich brauche weder jetzt schon Plätzchen, noch möchte ich schon zum Pre- Christmas- Sale am Sonntag gehen.

Ich habe deshalb beschlossen, dieses Jahr genau in der Weihnachtszeit zu entschleunigen. Ich achte also noch mehr darauf was gut für mich ist. Die Hektik der Tage lasse ich draußen. Heißt im Klartext: Weniger Überstunden auf Arbeit, an Tagen, an denen das Laufen aus zeitlichen Gründen nicht klappt, auf jeden Fall 15 Minuten Yoga, ein ganzer Stapel Bücher liegt bereit als Netflix- Ersatz für gemütliche Abendstunden. Mein Sohn wird ermuntert, mir Ende November einen Wunschzettel gebastelt zu haben, so dass wir als Eltern, falls nötig, genug Auswahl haben für die Weihnachtsgeschenke. Diese werde ich ganz sicher an einem freien Tag in der Woche besorgen oder noch besser beim Onlineversandhandel meines Vertrauens. Die gewonnene Zeit investiere ich dann ins Laufen 🙂 Und ab Dezember auch gerne ins Plätzchen backen mit meinen Männern daheim.

Denn denkt immer daran: Nicht erst zu Weihnachten, sondern im ganzen Jahr seid ihr nicht allein. In der Regel habt ihr einen Partner, der gerne mal die Kinder für 1-2 Stunden betreut, während ihr mit euren Mädels eine gemütliche Runde dreht. Ihr habt Großeltern, die sich sicher freuen, die Enkel mal aus der Schule abzuholen oder am Wochenende Zeit mit ihnen zu verbringen. Oder organisiert das nächste Treffen mit euren Mädels einfach mit allen Kids zusammen. Während die Kinder gemeinsam spielen, habt ihr Zeit zum Entspannen und gemütlich einen Tee trinken. Zudem seht die Dinge auch mal locker: Manchmal reichen auch nur 80%, man muss nicht immer Vollgas geben. Es muss nicht immer die selbstgebastelte Weihnachtsdeko sein oder was auch immer. Denkt hin und wieder auch mal an euch und genießt einfach die gemeinsame Zeit mit Menschen, die ihr liebt und die euch wichtig sind.

Keine Chance der Erkältung

Der Herbst hat begonnen und nicht nur dank unserer kleinen Schnupfsnasen steigt das Risiko, dass es uns auch erwischt. Ehrlicherweise haben auch wir nichts dagegen, mal gemütlich auf dem Sofa zu liegen und uns verwöhnen zu lassen. Doch bitte nicht mit Taschentüchern, Nasenduschen, Globuli und was nicht noch alles dazu gehören kann. Damit wir da drumherum kommen, läuft bei uns die Immunbooster Produktion auf Hochtouren.

Der Immunbooster beinhalte nur natürliche Zutaten, ist flink zubereitet, hält sich ca. 1 Woche im Kühlschrank und kann jedes Mal nach Gusto abgewandelt werden.

Die Hauptzutaten sind Ingwer, Kurkuma und Zitrone. Der Ingwer hat eine antibakterielle Wirkung und kommt mit vielen Antioxidantien daher. Kurkuma (Gelbwurz) ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen und verfügt u.a. über entzündungshemmende Eigenschaften. Die Zitrone unterstützt die beiden Superfoods mit reichlich Vitamin C.

Und noch ein kleiner Tipp für diejenigen, die die Schärfe vom Ingwer (noch) nicht gewöhnt sind – fangt am Anfang mit etwas weniger Ingwer an, denn sonst könnte eure Verdauung sich schnell bemerkbar machen.

Hier ist unser scharfes Basis-Rezept für Euch, von dem schon ein langsam getrunkenes Schnapsglas am Tag reicht um Euer Immunsystem anzukurbeln.

Zutaten

  • 500 ml Wasser
  • 100 g Ingwer
  • 3 Stück Kurkuma
  • 3 Zitronen
  • Cayennepfeffer
  • Honig oder Ahornsirup

Zubereitung

  1. Wasser erwärmen (nicht heißer als 43 Grad um die Inhaltsstoffe zu erhalten)
  2. Ingwer und Kurkuma in Scheiben schneiden, Zitrone entweder auspressen oder bei Bio-Zitronen einfach achteln und rein ins Wasser.
  3. Die Mischung gut 20 Minuten ziehen lasen, zwischendurch umrühren und am Ende zum Aktivieren des Kurkuma eine ordentliche Priese Pfeffer hinzufügen.
  4. Abseihen, in eine Falsche umfüllen und nach Belieben süßen.

Alternative

  • Mixt die Zutaten im Standmixer / Theromix o.ä. bevor sie ins Wasser kommen. Das Intensiviert den Geschmack.
  • fügt der Ingwer, Kurkuma und Zitronen Mischung noch Orangen hinzu
  • Püriert noch entkernt und grob gewürfelte 2 – 3 Äpfel mit
  • Mixt einen großzügigen Schuss Immunbooster mit Öl und etwas Senf und verwendet es  Salat-Dressing

 

Wenn ihr noch weitere Abwandlungen habt, teilt sie gerne mit uns.

 

Berlin Marathon 2017 – ein Lauf, drei Geschichten

Malin 

Vor genau einem Jahr saßen Sani und ich im Zielbereich des Berlin Marathons und schworen uns, nie wieder einen Marathon zu laufen. Lange hielt das nicht an… Nach dem Hamburg Marathon als Pacerin im April und dem Marathon in Rostock im August, kam doch immer mehr der Wunsch auf, auch den Heimatmarathon zu laufen. So war die Freude bei mir groß, als sich für mich die Gelegenheit ergab, für die Crew als Pacerin zu starten.

Das wir Frauen Marathon laufen, war nicht immer so und selbstverständlich. Kathrine Switzer lief am 19. April 1967 als erste Frau den Marathon in Boston (USA). Ein Start war nur deswegen möglich, da sie sich nur mit ihren Initialen anmeldete und man sie für einen Mann hielt. Während des Rennens wurde sie von ihren männlichen Begleitern beschützt, als der Rennchef sie wutentbrannt aus dem Rennen nehmen wollte. Ihre Startnummer war 261. So heißt ihr Verein, der sich heute für den Frauenlaufsport einsetzt. ( in Deutschland @261_club_deutschland ) .  Beeindruckend die Geschichte und beeindruckend diese Frau. Ich konnte mir bei einem Treffen am Samstag zusammen mit anderen Bloggern ein Bild machen. Ich will später auch noch sooooo fit aussehen!!!


Als laufende Mama bin ich natürlich auch ein Vorbild für meine Gööörls, zumindest für die Große 😉 ,  die beim Mini Marathon (4,2195 km) an den Start ging. Aufregend für Mama, souverän absolviert von der Großen. Alles Race Ready ging es rechtzeitig ins Bett.


Mit Bauchkribbeln startete ich in den Marathon Tag… Vorfreude und Aufregung zugleich. Nicht für sich selbst, sondern für andere zu Laufen, ist immer aufregender. Aber  dann habe ich den Lauf einfach nur mit einem Grinsen genossen. Ab Halbmarathondistanz musste ich immer wieder an letztes Jahr denken, wo es mir so schlecht ging. Mit einer Genugtuung bin ich an den Orten vorbeigelaufen. Ja ich kann Berlin! Und ja ich tue es wieder! Alleine der Cherring Point bei KM37 … Gänsehaut!


Ich danke Adidas für dieses Wochenende! Ich bin stolz auf meinen Schäfchen, die mit mir ins Ziel sind, und ich bin Stolz auf meine Runningmoms, die mit Bestzeiten den Marathon gerockt haben.

Yvi

Als ich am Morgen des 24.9.17 aus dem Fenster schaute, zog sich mein Magen ordentlich zusammen. Graue Regenwolken verdunkelten den Himmel, nasskaltes Wetter war vorhergesagt für den gesamten Vormittag. Auf dem Weg zum Brandenburger Tor musste ich immer wieder an den Berlin Marathon 2010 denken: Keine guten Erinnerungen. In dem Jahr regnete es auch vom Start weg, nass bis auf die Haut musste ich damals nach 27 KM aufgeben. Die spätere Diagnose des Arztes: Schleimbeutelentzündung in der Hüfte, 6 Wochen Sportpause.

Ein schlechtes Omen? Ich redete mir weiter gut zu, dachte an meine tolle Vorbereitung, meinen Plan für den Lauf und den unbedingten Willen dieses Jahr endlich sub 5 Stunden zu laufen. Ich startete allein. Mein Plan mit Sani zu laufen, musste ich begraben, da sie leider aufgrund einer Zusammenarbeit mit den AdidasRunnern aus Block H starten musste. Nochmal 20 Minuten auf den Start warten, war für mich einfach nervlich nicht drin.


Der Startschuss fiel, das Adrenalin schoss in die Höhe und endlich ging es los. Trotz des Regens war die Strecke gut besucht, die Stimmung war unbeschreiblich. Nach 12 KM war der Regen endlich vorbei, den Halbmarathon hatte ich in weniger als 2 Stunden hinter mir. Ich wusste ab jetzt würde es schwieriger werden. Den Lauf in Kopenhagen von vor einer Woche noch in den Beinen, würden diese ab KM 25 doch langsam schwer. Ich hatte mir einen guten Puffer raus gelaufen, bis KM 31 war ich noch auf sub 4 Stunden- Kurs. Etwas, das ich nie für möglich gehalten habe. Leider musste ich dann doch kurz gehen. Innerlich machte ich mir eine Notiz, das Stabi- Training nicht wieder in den letzten Wochen vorm Marathon schleifen zu lassen. Mein unterer Rücken streikte. Ich biss die Zähne zusammen, am KM 37 wartete der Cheering- Hub der KRAFT Runners, Berlin Braves und des Run Packs. Die Emotionen übermannten mich hier, ich schrie alles raus, was sich seit dem Start angestaut hatte. Nur einen Kilometer weiter, wartete mein Lieblingsmensch auf mich, zwischen KM 38 und 39 flossen dann die Tränen während des Laufens, denn klar war: Die sub 5 war mehr als sicher. Vielmehr noch, es würde deutlich unter 4:30 Stunden werden.

Der Weg bis ins Ziel war trotzdem lang. Auf der Zielgerade klatsche ich alle Zuschauer ab, peitschte mich selbst zum Schlussspurt. Am Ende lief ich glücklich mit 4:18:46 Stunden ins Ziel. Nach der Medaille gab es ein tränenreiches Kuscheln mit Sani. Den Wellnesstag am Montag hatten wir uns verdient…

📸 Max Menning

Sandra

2006 bin ich das erste Mal einen Marathon gelaufen, natürlich in meiner Heimatstadt Berlin. 12 Wochen habe ich mich dafür vorbereitet, allein mit meinem damaligen Freund, der mittlerweile mein Mann ist und wir beide Eltern von Zwillingen. Vor 11 Jahren gab es keine diversen Laufcrews und Gruppen, außer Hübi, der ein Urgestein ist.

Beim ersten Marathon weiß man nicht, was einen erwartet. Man läuft immer Bestzeit. Meine lautete 4:20 h. Mir ging es blendend und die Entscheidung, im nächsten Jahr wieder zu laufen, stand sofort fest. Mein Mann bat sich noch Bedenkzeit aus. Er war einer von vielen, der die Treppen am nächsten Tag im Rückwärtsgang hinunter hüpfte 🤣. Ich hatte Blut geleckt und mir vorgenommen, mindestens 10 mal in Berlin zu laufen, um in den Jubilee Club zu kommen. Eine seeehr leichtsinniger Plan.

Nach der sechsten Teilnahme im letzten Jahr wollte ich diesen auf Eis legen. Malin und ich hatten uns unterwegs auf der Strecke getroffen. Uns ging es alles andere als gut. Ihr eher körperlich, mir mental. Ich war wieder Mal an der 4:00 h Marke gescheitert. Zu viel Druck von allen Seiten und vieeeel zu wenig Glauben an mich selbst und zu guter letzt wahrscheinlich auch viel zu wenig Eisen, wie Monate später festgestellt werden sollte. Ich hatte keine Lust mehr auf Berlin! Keinen Bock mehr, mich an diese blöde 4:00 h Marke heran zu machen, die viele easy in ihrem Marathon Debüt knacken. Ich wollte mich nicht immer ständig mit anderen vergleichen und unter Druck setzen lassen. Ich wollte Spaß haben, das Publikum genießen, Party machen und alles aufsaugen.

So hatte ich mich wie Malin und Yvi nicht für Berlin angemeldet. Zu sehr hatte ich mich lustlos über die Strecke gequält. Es kann ein Fluch sein, die 42,195 km bekannte Stecke mehr als einmal zu laufen, nämlich immer dann, wenn es schlecht läuft. Die Stimmung und das tolle Publikum kann mann dann leider nicht ansatzweise genießen.

Der Marathon 2017 rückte näher und Unruhe, nicht an den Start gehen zu können, machte sich dann doch breit. Sehr spontan durch einen glücklichen Zufall Ende August bekam ich dann doch einen Startplatz. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, einige der Mädels von dem genialen Adidas Projekt #whosaidgirlscantrace in den Startblock zu begleiten. Das war ein ganz besonderes Erlebnis! Ich hatte keine Zeit für mich selber. Ich spürte ihre Vorfreude, Anspannung und Aufregung. Und die steckte im wahrsten Sinne an! Den Slogan den Franzi ihnen und auch mir mit auf die Strecke gegeben hat: „Heute steigt die größte Party und wir stehen auf der Gästeliste und haben Spaß“ hat mich die ganze Stecke getragen. Recht hatte sie!


Verflucht sein sollte meine unter 4 Stunden Grenze. Ich wollte einfach nur laufen ohne Ziel und Zeit. Und so machte ich es dann auch. Ich nahm aus dem allerletzten Startblock die Verfolgung auf. Glücklich laufen zu können, laufen zu dürfen, bekannte Gesichter auf der Strecke und an der Strecke zu sehen. Die Kilometer verliefen sich im Fluge und auf meinem Gesicht zeigte sich wahrscheinlich ein Dauergrinsen. In Schöneberg stand meine gesamte Familie und meine Freundin und wir schauten uns so tief in die Augen, ich sah genau, was sie dachte: Dieses verflixte 7. Jahr wirst du es schaffen Sani!“ Von da an ging es noch besser. Wir beide hatten Pippi in den Augen. Und ja mein Mann bekam natürlich von all dem nichts mit. „Häh!? Pippi in den Augen!? Es hat doch geregnet.“ 🙂 Ja, das auch aber davon bekam ich null mit. Die Freude auf km37 den Cheerpoint stieg ins Unermessliche. Erst dahinter schaute ich auf die Gesamtzeit meiner Uhr und realisierte, dass ich wahrscheinlich die sub 4:00 schaffen würde! Häh!? Wie ging das denn!? ICH!? Und so kam es dann auch. Ich lief ausgerechnet in dem Jahr, in dem ich nicht teilnehmen wollte und mir nichts vorgenommen habe: 3:55:20. Unglaublich! Und das ohne einmal gedacht zu haben, das mir etwas weh tut, ich kaputt bin, keine Kraft mehr habe. Party und Genuss auf der ganzen Strecke! Wenig später kam dann Yvi und es sollten einige Tränen der Erleichterung fließen. 


Danke adidas Runners Berlin für etliche Long Runs und das mega Wochenende! Danke Franzi für den Party-Slogan, danke Malin, dass du andere gepaced hast und mich in Ruhe gelassen hast :-), danke Yvi, dass du im Vorfeld den Sportcheck Halbmarathon mit mir gelaufen bist und ich Selbstvertrauen bekommen habe und dass du auch ohne mich aus Startblock G gestartet bist und ich auf der Suche nach dir alles vergessen habe. Danke Nicole für deinen Zuspruch. 

Berlin Marathon 2018- wir werden wohl alle wieder kommen!!!